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Emma Kirkby, Sopran

Ursprünglich wäre Emma Kirkby niemals auf die Idee gekommen, Sängerin zu werden. Sie hatte Philologie in Oxford studiert und war Lehrerin, daneben sang sie in kleinen Chören und Ensembles. Hier entdeckte sie ihre Affinität zum Repertoire der Renaissance und des Barock. 1971 trat sie dem Taverner Choir bei und 1973 begann ihre langjährige Zusammenarbeit mit dem Consort of Musicke und der Academy of Acient Music. Und das zu einer Zeit, als die meisten Sopranistinnen noch nicht einen Ton anstrebten, der zu alten Instrumenten passte. Bei der Suche nach diesem speziellen Klang war sie deshalb auf sich selbst gestellt. Jessica Cash war ihr allerdings eine große Hilfe und ebenso die Dirigenten und ihre Sänger- und Instrumentalkollegen, mit denen sie zusammengearbeitet hat.

 

Mit mehreren Kammermusikensembles und Orchestern verbindet Emma Kirkby eine langjährige künstlerische Zusammenarbeit. Dazu gehören London Baroque, das Freiburger Barockorchester, L'Orfeo, The Orchestra of the Age of Enlightenment, Fretwork, das Purcell Quartet und die London Handel Players. Neuerdings auch jüngere Kollegen wie Florilegium, Armonico Consort und das Theater of Early Music.

 

Heute liegen mehr als hundert Einspielungen von Emma Kirkby vor, die von Sequenzen von Hildegard von Bingen bis zu Madrigalen der englischen und der italienischen Renaissance, von barocken Kantaten und Oratorien bis zu Werken von Mozart und Haydn reichen. Seit 2000 arbeitet sie mit dem schwedischen Label BIS zusamme, bei dem sie u.a. Motetten und Kantaten von Händel, Werke von Couperin mit London Baroque und Lautenlieder mit Anthony Rooley und Jakob Lindberg aufgenommen hat. Und fast alle Aufnahmen konnte sie in der von ihr geliebten Akustik der Laenna Kirche in Schweden machen.

 

1999 wurde Emma Kirkby zum „Artist of the Year“ von den Zuhörern von Classic FM gewählt, 2000 erhielt sie den „Order of the British Empire“, 2007 wurde sie von Queen Elisabeth II. in den Ritterstand („Dame Commander of the Order of the British Empire“) erhoben. 2008 wurde ihr von der Oxford University die Ehrendoktorwürde verliehen. Wirklich überraschend war, daß das BBC Music Magazine 2007 eine Kritikerumfrage veröffentlichte, in der unter „Die 20 besten Soprane“ Emma Kirkby auf Platz 10 gewählt worden war. Ganz offensichtlich wird Kirkby's künstlerischer Weg, die Suche nach Klarheit und den perfekten Ensembleklang anerkannt und geschätzt.

 

Trotz aller CD-Einspielungen und Auszeichnungen dafür zieht Emma Kirkby selbst allerdings live-Konzerte einer Aufnahme jederzeit vor, und ganz besonders gerne mag sie die mehrfache Wiederholung eines Programms. Denn sie ist der Meinung, daß jeder neue Tag, jeder neue Aufführungsort und jedes neue Publikum dazu beitragen, daß aus dem erarbeiteten Programm wieder etwas Neues wird.

 

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