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London Baroque
Darmstädter Echo, 5. August 2017 // Christiana Weber
Irdische Gelüste in historischen Tönen

RESIDENZ-FESTSPIELE "London Baroque" überzeugt mit Gesang und alten Instrumenten

... von Hannah Medlams warmem, satten Sopran einpragsam interpretiert.


In klarer Diktion und wunderbarer Textverstädlichkeit interpretierte Medlam Lamberts "Ombre de mon amant". Dabei drückte sie auch in ihrer Mimik sehr plastisch die Qualen der Liebe aus, wahrend sie im nächsten Moment mit Augenzwinkern bei Hammerschmidts "Anleitung zum richtigen Küssen" mit dem Publikum kokettierte.

Nordwest-Zeitung, 21.01.2017 // Horst Hollmann
… Gespür fürs Ganze und Aufmerksamkeit fürs Detail …

Das legendäre Ensemble „London Baroque“ begeistert in voll besetzter Schlosskirche.

Das Ensemble spielt raffiniert und vielschichtig. Der Cellist dekorierte seinen Ton mit einem Augenzwinkern (…) Die Sängerin (Hannah Medlam) erweist sich als eine Klasse für sich.

Volksstimme, 12. Dezember 2011
Die Kostbarkeit des Augenblicks genießen

Vom ersten Augenblick an geht es beim Konzert mit London Baroque im Remter äußerst lebhaft zu. Mit Corellis Triosonate in G-Dur wird die Musik des 17. Jahrhunderts sofort hellwach, in ein angeregtes Gespräch verwickelt, das sich im Verlauf des Abends noch steigern wird. (...) 

 

Dass die beiden Ensemblegründer Charles Medlam (Cello und Viola da Gamba) und Ingrid Seifert (Violine) ebenso wie Richard Gwilt (Violine) seit mehr als 30 Jahren die Musikgeschichte in ihrem Fach entscheidend mitgeschrieben haben, ist sofort spürbar: So kommunikativ und kenntnisreich wird aufgespielt, umrankt sich gerade das Spiel der beiden Geigen, einer aus dem anderen scheinen die Klänge hervorzuwachsen und aufzublühen.

Mittelbayerische Zeitung, 23. Juli 2011
Allerfeinste Musik aus dem Barock

Sängerin Emma Kirkby berührte und fesselte die Zuhörer der Serenade mit "London Baroque" bis hin zum Gänsehautgefühl

(...) Barockmusik vom Feinsten wurde geboten, und das in perfektem gegenseitigen Verständnis der Interpreten. (...) An Beweglichkeit, an Differenziertheit und sprachnaher Artikulationsfähigkeit zeigte sich Charles Medlams Gambenspiel den Interpretationen seiner Geigenkollegen dabei ebenbürtig. (...) Wichtiger noch: Musikalischer Ausdruck ist bei Emma Kirkby nicht aufgesetzte Zutat, sondern entsteht direkt aus der Formung der Töne. Einzelne Vokalfärbungen genügten ihr, um einem "Qui tollis" solchen Schmerzensausdruck zu verleihen, dass sich beim Hören richtiges Gänsehautgefühl einstellte. Erstaunlich war am anderen Rand des Emotionsspektrums, mit welcher Geläufigkeit Emma Kirkby im Schlussteil des "Gloria" ein Koloraturenfeuerwerk abbrennen konnte: Obwohl die einzelnen Töne für sich Fülle und Schwere besaßen, fügten sie sich zu rasanten Passagen, die das Publikum zu heftigem Beifall hinrissen.

Schwäbisches Tagblatt, 4. August 2009
Ein Schreittanz für verwirrte Zeiten

Die Bebenhäuser Sommerkonzerte erleben in diesem Jahr einen nie dagewesenen Publikums-Zulauf. Im voll besetzten Sommerrefektorium beim Konzert von London Baroque am Samstag nahmen eingefleischte Fans sogar mit dem Fliesenboden vorlieb. 
(...) Im Gegensatz zu dem strähnig fahlen Klang, der harschen Patina, die manche Alte-Musik-Ensembles kultivieren („nur authentisch, wenn rau und spröd“), bewahrt London Baroque auf historischen Streichinstrumenten wie einer Jakob Stainer-Violine von 1661 einen eleganten, vollen Schönklang. (...) Jede Geste, jedes Detail ist rückgebunden an den Gesamtklang und den Grundcharakter des Stücks. Ein symbiotisch verwobener Klang mit hohem Verschmelzungsgrad, man kann schon sagen: mit Familienähnlichkeit. (...)

Donaukurier, 26. Juli 2009
Emotionale Vielschichtigkeit

(...) Medlam pflegt die heitere, humorvolle Art eines englischen Gelehrten und besitzt auch dessen besondere Ausstrahlung: very british, indeed! Ähnliches gilt auch für die Spielweise des Ensembles: Kräftig und klangvoll greifen die konvex gebogenen Barockbögen in die Saiten, artikulieren deutlich und lebhaft, ohne gleich jeden kontinentalen Manierismus mitzumachen. (...) die vier von London Baroque spielen ihr ganzes Können aus: geschmeidige, zart schattierte melodische Linien, ausdrucksvolle Gesten und virtuos kontrollierte Spielfreude.