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Lars Ulrik Mortensen, Cembalo

Der 1955 geborene Lars Ulrik Mortensen ist einer der bekanntesten dänischen Musiker. Von Hause aus Cembalist - seine Ausbildung erhielt er an der Königlich Dänischen Musikakademie in Kopenhagen und bei Trevor Pinnock in London -, spielt er inzwischen aber beinahe genau so häufig auf dem Hammerklavier und tritt als Dirigent verschiedener dänischer und schwedischer Orchester auf.

 

Seine umfangreiche Konzerttätigkeit als Solist und als Kammermusiker führt ihn immer wieder durch ganz Europa, in die USA, nach Mexico, Südamerika und Japan: Von 1988 bis 1990 war er Cembalist von London Baroque, danach, bis 1993, des Collegium Musicum 90. Mit Emma Kirkby verbindet ihn eine langjährige, regelmäßige Zusammenarbeit ebenso wie mit John Holloway und David Watkin, mit denen er im Trio Veracini musiziert.

 

Von 1996 bis 1999 war er Professor für Cembalo und Aufführungspraxis an der Hochschule für Musik in München, entschloß sich aber dann, die akademische Lehrtätigkeit zugunsten einer Laufbahn als ausübender Musiker aufzugeben. Er unterrichtet aber weiterhin bei Meisterklassen, und er war schon mehrfach Jurymitglied bei internationalen Cembalo-Wettbewerben.

 

In jüngerer Zeit tritt Lars Ulrik Mortensen zunehmend als Dirigent in Erscheinung. Er ist einer der ständigen Leiter des European Union Baroque Orchestra, dessen künstlerische Leitung er 2004 übernommen hat, und arbeitet als Gast mit mehreren Orchestern in Dänemark und Schweden. Vor allem aber ist er seit 1999 künstlerischer Leiter von Concerto Copenhagen, dem einzigen auf Originalinstrumenten spielenden Orchester Dänemarks. Mit diesen Ensemble übernimmt er auch alle Jahre einmal die Rolle des Openorchesters in Kopenhagen, so 2002 und 2005 bei einer bejubelten Aufführung von Händels "Julius Cäsar" mit Andreas Scholl in der Titelrolle und 2008 in einer hinreißenden "Poppea" von Monteverdi.

 

Natürlich hat Lars Ulrik Mortensen zahlreiche Schallplatten eingespielt, u.a. die Konzerte für drei und vier Cembali von J. S. Bach, das Cembalowerk von Buxtehude und Froberger und das gesamte Kammermusikwerk von Corelli. Seine Aufnahme von Bachs Goldberg-Variationen wurde mit dem französischen "Diapason d'Or" ausgezeichnet, die erste Gesamtaufnahme der Kammermusik von Dietrich Buxtehude, die er mit John Holloway und Jaap ter Linden vorlegte, erhielt einen dänischen "Grammy", und 2001 wurde Lars Ulrik Mortensen in Cannes mit dem Classical Award als bester Solist für das Repertoire von 1600 bis 1800 ausgezeichnet.

 

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