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Trevor Pinnock
Potsdamer Neueste Nachrichten, 12. März 2018 // P. Buske
Zeit, Du sonderbar Ding

„Die Zeit, die ist ein sonderbar Ding“, sinniert die Feldmarschallin in Richard Strauss’ „Rosenkavalier“ über die Vergänglichkeit, „sie ist um uns herum, sie ist auch in uns drinnen.“ Und sie vergeht wie im Fluge.

Was im speziellen Fall auch an der Kammerakademie Potsdam und dem britischen Dirigenten und Cembalisten Trevor Pinnock liegt, die sich am Samstag beim 7. Sinfoniekonzert im ausverkauften Nikolaisaal mit ihrem umjubelten „Zeitspiel“-Programm auf die Suche nach dem musikalischen Wesen der Zeit begeben haben.

 

(...) Es kommen die Fäden zart gesponnener Intimität in den langsamen Sätzen genauso überzeugend zur Geltung wie die seufzerreichen Solozutaten von Violoncello und zwei Violinen. Zuweilen vor affektgeladener Intensität schier berstend eilt die Zeit in den bewegteren Sätzen vorüber. Manches davon läuft geradezu wie ein Uhrwerk ab, in Gang gebracht durch Anmut und dynamisches Auf und Ab.

 

(...) Wie schön, dass die Musiker zwischen draufgängerisch, elegant dahinfließend und atmender Geschmeidigkeit stets den rechten Ton für die irisierenden Stimmungsbilder finden. Nichts wirkt klanglich forciert oder dynamisch übertrieben, sondern atmet durchweg Mozarts Geist – wie schön.


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Spiegel online, 18. September 2016 // Werner Theurich
Im Holzbläser-Himmel

Mozarts "Gran Partita" berührt mehr als üblich, wenn Trevor Pinnock das Bläser-Faszinosum interpretiert...


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Hamburger Abendblatt, 14. Januar 2016
Die DKA kann’s auch ohne Pathos

Pinnock, einer der Großen der britischen Originalklangszene, führte das Orchester eingangs mit spürbarem Vergnügen und ebenso deutlichem Sinn für Proportionen durch das "Siegfried-Idyll"...die Künstler spielten so strukturiert und nebenbei so traumwandlerisch sicher zusammen bis in die kleinste Nuance, dass der alte Wagner sich wie von Ballast befreit in die Lüfte zu erheben schien!
...und auch bei der Jupiter-Sinfonie verzichteten die Künstler auf vordergründiges Pathos. Puls, Atem und Ebenmaß waren ihre Zutaten für eine ganz und gar lebendige, heutige Musik.

Rhein-Neckar-Zeitung, 27. November 2009
Krönung des Haydn-Jahres

(...) erwies sich der bald 63-jährige Alte Musik-Spezialist als Haydn-Dirigent von geradezu phänomenaler Sensibilität und Finesse. Zusammen mit der einmal mehr ihren Spitzenrang bestätigenden Kammerphilharmonie glückten ihm an diesem Abend im Palatin magisch schön ausbalancierte Interpretationen, die Haydns unübertrefflich geistvolle und warmherzige Musik gleichsam schwerelos zum Leuchten brachten.


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Drehpunkt Kultur, 04. November 2009
Musikalische Samen und Stecklinge

Viele Blumen gediehen in Händels Garten, manche von ihm selbst gezüchtet, manch andere sozusagen umgetopft. Trevor Pinnock & Friends am Dienstag (3.11.) auf Einladung der Bachgesellschaft im Großen Saal des Mozarteums.

Leipziger Volkszeitung, 21. März 2009
Englische Frische

So könnte es gewesen sein, so ähnlich oder auch nicht - eine Soiree Haydns in London. Es ist in erster Linie der Erfolg, der das rechtfertigt, was Trevor Pinnock in seiner Auseinandersetzung mit historischer Aufführung und modernem Instrumentarium zuwege gebracht hat und bringt. Pinnock ist nicht nur einer der Großen einer inzwischen selbst schon fast historischen, zumindest legendären Alte- und Ältere-Musik-Bewegung. In neuerer Zeit avanciert er mehr und mehr zum Idealpartner für das Gewandhausorchester und zu einer sicheren Bank, geht es um spannende und stimmige Konzertprogramme am Augustusplatz. Hier stand er gestern und am Donnerstagabend beim Großen Concert am Pult.

(...) Und es ist nicht übertrieben, dieses Konzert einzigartig zu nennen. Mit Leichtigkeit vermittelt der Erzmusikant musikalisches Vergnügen sowie ungewöhnliche musikhistorische Einsichten.


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