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O/Modernt Kammerorchester - Ltg. Hugo Ticciati
Der Tagesspiegel, 22. August 2017 // Ulrich Amling
Notfalls ohne Noten

Das schwedische Streicherensemble unter Leitung von Hugo Ticciati fesselt vom ersten Takt an. Was für eine zarte Homogenität im Spiel und wie viele Farben darunter. Arvo Pärts „Silouan’s Song“ schwingt sich mit hypnotischer Kraft empor, bevor plötzlich ein Sarod-Spieler auftaucht und einen näselnden Einwurf vor dem Violinkonzert von Peteris Vasks hinterlässt. Das „Fernes Licht“ benannte Werk gibt Ticciati Gelegenheit, seiner Harry-Potter-Erscheinung dämonische Aspekte hinzuzufügen: Er ist ein zu allem bereiter Solist, der seine Streicherkollegen mit einer Lust an Differenzierung ansteckt, die Vasks’ irrlichternde Musik zu einem Lichtblick werden lässt.

Kleine Zeitung Kärnten, 19. März 2016 // HC
Schwedische Rasanz im Musikverein

Es war ein erfrischender Sturmwind, der durch das Konzerthaus fegte. Erfrischend deshalb, weil man selten Musiker erlebt, die so temperamentvoll und vital spielen, wie jene des „O/Modernt Kammerchorester Schweden“. Die 14 extrem jungen Musiker spielten stehend und vom ersten Ton an mit einer ansteckenden Lebendigkeit, die das Publikum zu Begeisterungsstürmen hinriss.

Der Tagesspiegel, 10. August 2015 // Christiane Peitz und Carsten Niemann
Die Spielwütigen

Die Sorge, das Ensemble könnte Vivaldis Musik, die sich mit Stücken der Bands abwechselt, gegen den Strich bürsten, ist unberechtigt: dass die Solopartien im Doppelkonzert für zwei Celli mit Fagott und Kontrabass besetzt sind, dass der Continuopart vom Harmonium übernommen wird und dass die Streicher im Winter-Konzert aus den Jahreszeiten besonders „eisig“ am Steg spielen, genügt schon fast als angleichende Verfremdung. Zum Ereignis wird der Abend vor allem durch die bereits arrivierten Ausnahmesolisten. Zu ihnen gehören neben Ticciati der Fagottist Bram van Sambeek, der ein sangliches messa di voce bei Vivaldi ebenso stilsicher und virtuos hinlegt wie er bei Metallicas „Pulling Teeth“ mit akustischen wie elektronischen Verzerrungseffekten begeistert.


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Berliner Morgenpost, 18. August 2014 // Felix Stephan

Bereits nach diesen ersten paar Minuten haben die Musiker das Admiralspalast-Publikum auf ihrer Seite. Doch damit nicht genug: Hugo Ticciati, Sologeiger und Leiter der jungen Ensembles, dreht spektakulär in Richtung Klassische Moderne. Brittens Variationen über ein Thema seines Kompositionslehrers Frank Bridge lässt er mit so intensiver Falmme lodern, dass sich das Publikum zu Szenen-Applaus hinreißen lässt.