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Nordic Voices

Den Sängerinnen und Sängern des norwegischen Ensembles Nordic Voices bereitet es größtes Vergnügen, mit ihren Stimmen zu experimentieren, deren Grenzen auszuloten und sie zu überschreiten. In ihren Programmen, die zumeist Alte und zeitgenössische Musik miteinander verbinden, erkunden sie das breite Spektrum musikalischer Ausdrucksformen und überraschen häufig mit dem Einsatz ungewöhnlicher Stimmtechniken.

 

Nordic Voices hat sich im Jahr 1996 gegründet und sich seither international als ein führendes Ensemble seines Genres etabliert. Die sechs Mitglieder – je drei Frauen und Männer – sind entweder Absolventen der Norwegian Academy of Music oder der Academy of Opera Oslo. Gemeinsam verfügen sie über einen großen Erfahrungsschatz aus den Bereichen Oper, Komposition, Kirchenmusik und Chorleitung.

 

Sie widmen sich mit großer Begeisterung der Vokalmusik ihrer Heimat und arbeiten eng mit norwegischen Komponisten wie Lasse Thoresen zusammen. Seit einigen Jahren verbindet sie zudem eine enge Zusammenarbeit mit dem norwegischen Jazz-Trompeter Nils Petter Molvær, mit dem sie regelmäßig konzertieren.

Einen ebenso großen Stellenwert hat die Musik der Renaissance, die sie nicht minder meisterhaft beherrschen. Über die CD Lamentations (Chandos 2009) mit Werken von Palestrina, Gesualdo und White schrieb die FonoForum anerkennend, dass Nordic Voices »den Vergleich mit den besten englischen Gruppen nicht zu scheuen« brauche. 2017 legten sie mit einer CD mit Motetten von Tomás Luis de Victoria (Chandos) nach.

 

Tourneen führten die sechs Sängerinnen und Sänger von Südafrika über Südamerika bis Taiwan, 2005 vertraten sie Norwegen beim Weltchorsymposium in Kyoto. In den vergangenen Jahren sangen sie vor allem in den USA, Kanada und Europa.

 

2008 erhielt Nordic Voices den Fartein Valen Preis für die Verbreitung zeitgenössischer Musik aus Norwegen, 2014 folgte die Auszeichnung als »Performer of the Year« von der Norwegian Society of Composers.

 

Von Nordic Voices liegen insgesamt acht CDs vor. Die Aufnahmen Reges Terrae (Chandos 2007), Djånki-Don (Aurora 2008) und Fuge der Zeit (Aurora 2015) wurden für den Spellerman-Preis der norwegischen Plattenindustrie nominiert. Anfang 2012 erschien eine hochgelobte Aufnahme des Opus 42 von Lasse Thoresen, das den Nordic Council Music Prize 2010 gewonnen hat. Zuletzt erschien The Bee Madrigals von Bjørn B. Skjelbred (Aurora 2017), einer Vokal-Suite zum Thema Bienensterben.

 

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